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16. September 2008

Erfolge bei den Landesmeisterschaften

Siege für Katharina und Julia Haase
Über 320 Starter waren am Samstag beim RSC Hengen Gast bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im MTB-Sport. Bis auf wenige Ausnahmen (U 15-Bergamont-Fahrer Fabian Bauer wg. Krankheit) waren die besten Sportler aus Baden-Württemberg in den verschiedenen Altersklassen am Start und kämpften um die begehrten Medaillen und Pokale. In der U 23-Klasse der Damen sicherte sich Teamfahrerin Katharia Haase den Titel. Ihre Schwester Julia war in der U-19-Konkurrenz ebenfalls nicht zu schlagen. Ihre Vereinskollegin Carolin Steudle (TSV Böhringen) erzielte Rang drei und Laura Schuon (VBC Waldshut-Tiengen) fuhr auf den Silberrang.

Platz 5 für U 19-Teamfahrer Marcus Nicolai

In Hengen ebenfalls am Start war U 19-Teamfahrer Marcus Nicolai, der zu seinem Abschneiden schreibt: „Aufgrund der kalten Temperaturen hatte ich mir in der Vorwoche eine Erkältung zugezogen, die mich mehr schwächte als erhofft. Nach gutem Start und anschließendem Sturz beendete ich die erste Runde als Vierter. Leider konnte ich das Tempo an der Spitze nicht mitgehen. Später merkte ich meine Erkältung doch stärker, so dass mir einfach die Kraft fehlte, richtig schnell zu fahren. Nachdem ich bis auf Platz 8 zurückgefallen war, gab ich in der letzten Runde noch einmal alles und konnte wieder drei Fahrer überholen. Total am Ende meiner Kräfte finishte ich als Fünfter. Überlegen gewonnen hat Fabian Strecker vor Marcel Fleschhut. Dritter des U-19 Rennens wurde Marcel Braun.“ Am kommenden Wochenende steht auch für Marcus Nicolai das letzte Bundesligarennen der Saison in Bad Salzdetfurth auf dem Programm – bei hoffentlich besserem Wetter.


Severin Lehmann auf Platz 7

U 17-Teamfahrer Severin Lehmann ging ebenfalls bei den Baden Württembergischen Landesmeisterschaften an den Start. Er schreibt: „Am Samstag bin ich bei strömender Regen die Baden Württembergische Meisterschaft gefahren. Als ich mir morgens um 10 Uhr den Slalom anschaute, habe ich es erstmals mit der Angst zu tun bekommen. Es war so rutschig, dass man dachte, man fährt auf Eis. Am Ende hatte ich dann die sechstbeste Zeit auf dem Konto und konnte aus der zweiten Reihe das CC-Rennen beginnen. Es ging über fünf große Runden. Die ersten beiden Runden ging alles ganz gut. Dann allerdings waren meine Schuhe derart verschmutzt, dass die Klettverschlüsse nicht mehr hielten und ich die restlichen Runden mit offenen Schuhen fahren musste. Im Ziel durfte ich mich über einem siebten Platz freuen – Schnellster des jungen Jahrganges.“


Im Finallauf des NRW-Cups auf Platz 3

In Haltern am See ging Ben Zwiehoff (SV Steele / Team Bergamont) ohne größere Ambitionen an den Start. Der U 15-Fahrer aus Essen, der in der ersten Saisonhälfte die Rennen der größten nordrhein-westfälischen Rennserie noch nach Belieben dominiert hatte, ist nach einer schweren Fußverletzung, die ihn zu einer siebenwöchigen Pause zwang, erst seit zwei Wochen wieder im Training. Dennoch gelang es ihm, insbesondere aufgrund seines fahrtechnischen Könnens, das Rennen bis zur Hälfte offen zu halten. Dann allerdings musste Zwiehoff seinem Trainingsrückstand Tribut zollen, konnte aber Platz drei im Tagesklassement sichern. In der Gesamtwertung war er nach drei nicht gefahrenen Rennen ohne Chance, hier konnte aber sein Vereinskamerad Arne Burdack nach großem Kampf über die ganze Saison überraschend den dritten Platz erreichen. Für Ben Zwiehoff geht es nun darum, in den nächsten Wochen den Anschluss an die nationale Spitze wieder zu finden. Dies bedeutet zunächst umfangreiches Training. Zum Abschluss der Saison wird er dann bei den beiden Finalrennen des BergBikeCups teilnehmen, wo er noch Chancen auf den Gesamtsieg in der Cupwertung hat.


Michi Stöcker Fünfter in Haltern

„Am Sonntag fand in Haltern der Finallauf im NRW-Cup statt. Da ich in dieser Rennserie sehr viel Pech hatte (zwei Defekte und eine Erkältung), wollte ich im Endlauf noch mal ein gutes Ergebnis einfahren“, schreibt Senioren-Teamfahrer Michi Stöcker. „Aus letzter Reihe
startend, wurde ich anfangs aufgehalten. Erst Ende des ersten Anstieges konnte ich von 12 auf Position 8 vorfahren. In Runde zwei ging es weiter vor bis auf Position 5. Den Vorsprung auf meine Verfolger konnte ich bis zum Schluss ausbauen, aber nach vorne ging leider nichts mehr. Trotzdem war Platz 5 für mich noch mal zufrieden stellend.“


Im Zielsprint auf Platz 7 in Werl

Eine Woche zuvor war Senioren-Teamfahrer Michi Stöcker beim vorletzten Lauf im NRW Cup am Start. Dazu schreibt er: „Kleine Vorgeschichte: Das Rennen wurde von meinem Verein RSV Werl ausgerichtet. Da mir die Strecke bekannt war, fuhr ich von meinem
Wohnort aus (ca. 1 Std. mit dem Rad) am Freitag nach Wickede zum Training. Nach absolviertem Training fuhr ich dann wieder heim. Zwischenzeitlich hatte es mal wieder angefangen zu regnen. Die Straße war nicht nur nass, sondern auch schmierig. Eine kurze Unaufmerksamkeit und mir rutschte in einer Linkskurve das Vorderrad weg. Hart knallte ich
über den Asphalt. Ergebnis. Prellung und Bluterguss im rechten Handballen sowie muskulärer Bluterguss im rechten Oberschenkel. Mit Voltaren und etlichen Eisbeuteln bekam ich die Prellungen halbwegs bis zum Start am Sonntag in den Griff. Zum Rennverlauf. Von der letzten Startreihe ging es nach dem Start auf eine 200 Meter lange Gerade. Kurz bevor es in den ersten Singletrail ging, konnte ich bis auf Position 5 vorfahren. Bis zur Wiesenabfahrt konnte ich diese Position halten. Der Druck vom Bluterguss im Oberschenkel war auszuhalten, aber die Schläge im Handballen, verursacht durch die ruppige Abfahrt, taten höllisch weh. So verlor ich bereits hier wieder ordentlich Plätze. Beim nun folgenden Anstieg konnte ich wieder ans Hauptfeld aufschließen und beendete die erste Runde als Zwölfter. Na toll, dachte ich mir, diese NRW-Cup Saison meint es wirklich nicht gut mit mir. In der zweiten Runde konnte ich wieder Plätze gutmachen und fuhr bis auf Platz 8 vor. In der letzten Runde schaffte ich es, mich gut 50 Meter abzusetzen - bis in den Singletrail kurz vor dem Ziel. Hier wurde ich dann von einem überrundeten Fahrer aufgehalten. Prompt war der Vorsprung dahin. Im Zielsprint um Platz 6 hatte ich dann das Nachsehen und wurde Siebter.“