Yoga Hour vs. Wasted Power
Hallo.
Ich bin Jasmin und versuche immer im Jetzt zu leben, egal ob ich gerade meditiere oder auf dem E-Faltrad durch die Stadt fahre. Absolute Ruhe und dynamische Bewegung im Wechsel bestimmen meinen Tag, an dem ich meist von einem Yoga Studio zum anderen unterwegs bin.

"Ich Genieße die absolute Freiheit, alles so zu machen, wie ich es möchte."
Vor 17 Jahren habe ich Yoga für mich entdeckt. Nach einem Sabbatical im Jahr 2015 wollte und konnte ich nicht mehr in meinen gut bezahlten Job in der Pharmaindustrie zurückkehren. Also habe ich angefangen zu unterrichten. Innerhalb nur eines Jahres war ich so im Yoga etabliert, dass ich davon leben konnte. Darüber bin ich unendlich dankbar und sage mir immer wieder "WOW! Was habe ich für ein Glück, dass ich das machen darf, was mir wirklich Spaß macht."

"Unsere Zeit hier ist begrenzt."
Nach einem Schicksalsschlag in meiner Familie gelangte ich an einen Wendepunkt und fragte mich: "Worum geht es eigentlich im Leben, was ist wirklich wichtig? Arbeiten, arbeiten, arbeiten?" Man verbringt Unmengen an Zeit mit seiner Arbeit, mehr als mit seiner eigenen Familie oder mit guten Freunden. Auch wenn ein Job noch so gut bezahlt wird, wozu das ganze Geld? Es bewirkt lediglich, dass die Dinge, die ich mir kaufen kann, teurer oder größer werden, mich aber letztendlich nicht glücklicher machen.

"Zeit bedeutet, im hier und jetzt zu leben."
Zeit ist das Einzige, was ich nicht kaufen kann. Bei jedem von uns ist die Zeit begrenzt, darum kann ich jedem nur ans Herz legen diese so sinnvoll zu nutzen, wie es irgend geht, den Moment zu genießen und Dinge zu tun, die einen glücklich machen. Das heißt natürlich nicht, dass man sich stressen muss, um jede Sekunde mit besonders spannenden oder aufregenden Dingen auszufüllen. Genauso wichtig ist es Leerlauf zu haben, einfach mal nichts zu tun, sich zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.


"Yoga hat mich gelehrt einfach mal abzuschalten."
Beim Yoga gibt es keinen Erfolgsdruck, denn es geht nicht darum etwas zu können. Vielmehr geht es darum, in sich hinein zu horchen und ein Bewusstsein für sich selbst zu entwickeln. Als ich anfing war bei mir alles sehr kraftvoll und dynamisch. Erst auf meinem Yoga Weg habe ich gelernt auch das Sanfte für mich anzunehmen. Heute genieße ich wirklich beides, zum einen auch mal richtig Gas zu geben, sich selbst intensiv zu spüren und zum anderen das bewusste Runterkommen durch Meditation und Entspannung.
"Einen starren Tagesablauf gibt es für mich nicht."
Ich starte jeden Tag mit einer kleinen Zeremonie, einem gemütlichen Frühstück, einem Spaziergang mit dem Hund, einigen Dehn- und Atemübungen, bevor es dann mit meinem E-Faltrad in die Stadt zum ersten Yoga Termin geht. Der weitere Verlauf ist von Tag zu Tag unterschiedlich und ich versuche, auch wenn ich bei Terminen improvisieren muss, immer im Flow zu sein.

"Radfahren hat etwas meditatives."
Ähnlich wie beim Yoga, kann ich beim Fahrradfahren komplett abschalten, dem Alltag entfliehen und zu mir selbst finden, denn auf dem Rad ist man total im Hier und Jetzt. Es hat einfach eine ganz andere Qualität, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Man erlebt die Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel, sieht auf einmal Ecken, die man sonst gar nicht so wahrgenommen hat. Stress beim Fahren durch die Stadt kenne ich nicht, denn ich stecke weder im Stau noch muss ich tanken oder einen Parkplatz suchen. Das Schöne bei dem Faltrad ist, dass ich es einfach schnell zusammenfalten und mit ins Studio nehmen kann.
"Radfahren schenkt mir Zeit."
Ich bin in der dankbaren Situation, dass ich alle meine Jobs entspannt mit dem Fahrrad erledigen kann. Zu dem ein oder anderen Studio könnte ich sicher das Auto nehmen, aber ich ziehe mich bewusst aus dem teilweise aggressiven Straßenverkehr und der damit verbundenen Reizüberflutung raus. Auf dem Rad komme ich wesentlich schneller voran und so schenkt mir das Fahrradfahren tatsächlich jede Menge wertvolle Zeit.

